Allergie und Augen

Start in die Allergiesaison oder: Mein Auge juckt…

Allergie und Augen

Mit Frühlingsbeginn startet für Allergiker eine anstrengende Zeit. Gerötete, juckende Augen, Schwellungen der Augen und Lider, Brennen und starker Tränenfluss. Dies sind die unangenehmen Symptome einer Allergie, wenn in der Natur die Bäume und Sträucher blühen. Viele Personen leiden zusätzlich an geschwollenen Nasenschleimhäuten, Juckreiz im Rachen und Hustenreiz. In noch schwereren Fällen kann es, vor allem wenn keine Therapie erfolgt, zu Atemnot und allergischem Asthma kommen.

Allergien beeinträchtigen nicht nur subjektiv die Lebensqualität. Forscher konnten nachweisen, dass bei einer allergischen Reaktion die Zahl der roten Blutkörperchen im Körper sinkt. Dadurch wird die Sauerstofftransportkapazität des Blutes reduziert und Organe bekommen weniger Sauerstoff. Damit wird die allgemeine Leistungsfähigkeit deutlich vermindert. (PlosOne 2014)

Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist eine Immunreaktion des Körpers auf eigentlich harmlose, nicht-infektiöse Fremdstoffe (Allergene). Der Körper reagiert mit Entzündungszeichen und der Bildung von Antikörpern (Antigen-Antikörper-Reaktion). Allergien können bereits im Kindesalter, aber auch erst im späteren Lebensalter entstehen. Global gesehen ist bis zu 40% der Gesamtbevölkerung betroffen, und das mit steigender Tendenz. Die saisonale allergische Konjunktivitis, die auch Pollenallergie genannt wird, macht davon den überwiegenden Teil aus. Daneben sind auch der Kot der Hausstaubmilbe oder Tierhaare bedeutsame Allergene.

Allergie und Augen

Allergien auf dem Vormarsch?

Warum Allergien zunehmen, versuchen Forscher herauszufinden. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Klima und Luftqualität allgemein (Belastung durch CO2, Ozon, UV-Strahlung, Dieselabgase und Feinstaub), unser Lebensstil (Ernährung, Urbanisierung – wir verbringen viel Zeit in geschlossenen Räumen, die durch verbesserte Dämmung eine hohe Allergenkonzentration aufweisen), hohe Hygienestandards und auch Vererbung. Ist ein Elternteil allergisch, liegt das Risiko für das Kind bei rund 30% auch Allergien zu entwickeln. Sind Vater und Mutter Allergiker, steigt diese Wahrscheinlichkeit auf über 60%.

Allergie und Augen

Therapie der Allergie

Bei juckenden, geschwollenen Augen und allergischem Schnupfen sind antiallergische Augentropfen, am besten ohne Konservierungsmittel, zu empfehlen. Ihr Augenarzt berät Sie zur Wahl der geeigneten Tropfen. Zusätzlich sind bei Symptomen in Nase und Rachen Antihistaminika-Medikamente (Tabletten) notwendig, wenn Tropfen alleine nicht ausreichen. Diese Therapie verordnet meist Ihr HNO-Arzt. Mittels Allergietest stellt dieser fest, worauf Sie allergisch sind. Er testet auch Ihre Lungenfunktion, um ein bereits vorhandenes allergisches Asthma auszuschließen.

Aber auch bei negativem Allergietest können Ihre Augen mit Brennen und Fremdkörpergefühl auf Pollenallergene reagieren, wie Forscher der medizinischen Universität Graz herausgefunden haben. Grund sind Eiweißstoffe der Pollen, die die Tränenflüssigkeit zerstören und zu Trockenheit der Augen führen können. Konservierungsmittelfreie Benetzungstropfen („künstliche Tränen“) können hier Linderung bringen.

Hier finden Sie Pollenart und Grad der Belastung: Pollenwarndienst
Weitere Informationen: auge-online.de – Allergien

Abgesehen von einer Allergie sollte man aber auch immer eine mögliche Sehschwäche in Betracht ziehen. Lesen Sie dazu einen unserer Beiträge hier.